Die 5 grossen Massenaussterben: Als das Leben fast endete
Die Erde erlebte fünf grosse Sterben, das schlimmste vor 252 Millionen Jahren, jedes formte die Evolution für immer.

Fünf Daten, die jeder Fossilfan kennt
Geologen unterscheiden fünf grosse Krisen: Ordovizium vor 444 Millionen Jahren, Devon vor 372 Millionen, Perm vor 252 Millionen, Trias vor 201 Millionen und Kreide vor 66 Millionen Jahren. Jede löschte mehr als die Hälfte der Meeresgattungen aus, das Perm sogar etwa 90 Prozent der Meeresarten.
Die Ursachen waren verschieden: ordovizisches Eis senkte die Meere, devonische Wälder veränderten Böden und Ozeane, permische und triassische Vulkane vergifteten die Luft, während der Kreide-Asteroid in Stunden einschlug. Die Erholung brauchte stets zwei bis zehn Millionen Jahre langsamen Wiederaufbaus.
Was tötete so viele und wer überlebte
Das Perm-Sterben war das grösste, getrieben von sibirischer Lava auf einer Million Quadratkilometern mit Kohlendioxid, Methan und Säuregasen. Die Ozeane erwärmten sich um zehn Grad, verloren Sauerstoff, versauerten, und Nahrungsketten brachen an Land und im Meer in Zehntausenden Jahren zusammen.
Nach jeder Krise strahlten Überlebende aus: Fische nach Devon, Dinosaurier nach Trias, Säuger nach Kreide. Fossilien zeigen zuerst Pilze und Katastrophenarten in Massen, dann kehrten über Millionen Jahre Riffe und Wälder zurück, das Leben ist zerbrechlich und doch erstaunlich zäh.
- Ordovizium vor 444 Mio: Eis tötete 85 Prozent Meere
- Devon vor 372 Mio: Riffe brachen ein, Fische litten
- Perm vor 252 Mio: 90 Prozent Meer, 70 Prozent Land verloren
- Trias vor 201 Mio: Vulkane starteten Dino-Zeit
- Kreide vor 66 Mio: Asteroid beendete Dinos